Freitag, 05.09.2014

Jetzt auch Strafzinsen für deutsche Sparer?

Die EZB hält an ihrer Niedrigzinspolitik fest und läßt Banken auch weiterhin dafür bezahlen, wenn diese Geld bei der EZB parken. Aktuell beträgt der Straftzins für eine Bank 0,1%. Kommt das auch auf die Sparer zu?

Bei einem Vermögen der Sparer von 1,9 Billionen Euro beträge die Strafzahlung also 1,9 Mrd. Euro, wenn der aktuelle Zinssatz der EZB gelten würde. Ob es so kommt, ist noch nicht raus. Angeblich ist keine Bank dabei, ein solchen Szenario zu planen, aber für einige Banken wird es bereits eng. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass vieles, was nicht geplant ist kurze Zeit später Realität ist. So wird denn vorsichtshalber schon darauf hingewiesen, dass alle Banken, die aktuell mehr Zinsen geben als deutsche Institute, auch ein höheres Risiko verkörpern und "dringend" Kapital benötigen. Die Angst, ausländische Banken könnten deutsches Kapital bekommen, ist also durchaus vorhanden. Trotzdem geben aktuell ca. 200 der 639 Banken gar keine Zinsen mehr z.B. auf Tagesgeld. Auch der Sparzins auf dem Sparkonto beträgt selten mehr als 0,1%.

Der deutsche Sparer hat in der Vergangenheit gezeigt, dass ihm die "Sicherheit" seinen Kapitals mehr Wert ist als ein Werterhalt oder gar eine Rendite. Ein gutes Zeichen für die Banken oder den Staat mit seinen Staatsanleihen. Und dabei hat Deutschland in der Vergangenheit bereits 8 Staatsbankrotte erlebt, womit die "Sicherheit" deutscher Anleger wohl eher ein Gefühl ist. Zum Vergleich, Griechenland hatte 5 Staatsinsolvenzen (seit 1829). Und eine Altervorsorge ohne Rendite auf bereits erwirtschaftetes Kapital dürfte für die Meisten illusorisch sein.

 Wer in Zukunft nicht nur vom Staat leben möchte, so dieser diese Leistung noch anbietet, oder bis ans lebensende arbeiten möchte, sollte sich nach lukrativen Investments umsehen. Dabei darf das Risiko nicht das Hauptargument sein, denn unter Miteinbeziehung der Inflation sind die "sichrern" Anlagen Kapitalvernichter. Es gibt also keine Sicherheit in der Anlage, nur Streuung und Wahrscheinlichkeit. Wer das berücksichtigt, der sollte sein Vermögen auch mehren können. Wenn Sie dazu Fragen haben, rufen Sie mich gern an unter 04102 - 97 39 815.

Autor: Andreas Coppes