Mittwoch, 10.09.2014

Dient der Staat seinen Bürgern oder ist der Bürger dem Staat Untertan?

Diese Frage stellt sich mir, wenn ich die aktuellen Berichte zu Thema Soli-Zuschlag lese. Das Zitat eines Teilnehmers der Gespräche lässt auch die aktuell diskutierte PKW-Maut in einem neuen Licht erscheinen.

Da wird ein Teilnehmer der Gespräche über die Abschaffung des Solidaritätszuschlags mit den Worten zitiert:" Für die Steuerzahler würde sich dann zwar grundsätzlich nichts an der Höhe der Steuerlast ändern, aber die Hoffnung, dass das Ende des Solidaritätszuschlags einmal zu einer Steuersenkung führe, wäre dahin." Diese Aussage zeigt deutlich, dass jede neue Belastung der Bürger immer dauerhaft ist. Es gibt keine Ziel- oder Situationsbezogenen Steuern, die bei Erreichen des Zieles wieder zurückgenommen werden. Selbst die Schaumweinsteuer von 1902 zur Finanzierung der Kaiserlichen Flotte hat bis heute überlebt.

Für den Anleger ergibt sich daraus die Aufgabe, die neuen Belastungen in seine Investmentstrategie zu integrieren. Denn nicht nur die Inflation mindert das Vermögen, auch Steuern belasten den Aufbau einer auskömmlichen Altersvorsorge. Selbst aktuelle Rentner, die von den Erträgen ihrer Altervorsorge leben, haben es schwieriger.

Autor: Andreas Coppes