Donnerstag, 06.11.2014

Deutschland weiter auf Wachstumskurs.

Deutschland und die Eurozone befinden sich nach dem Einkaufsmanagerindex von Markit weiter im Bereich eines Wachstums.

Per Oktober ergibt sich für den Einkaufsmanagerindex von Markit ein Wert von 50,6 Punkten. Damit ist der Wert zwar leicht gefallen, vorher 50,7 Punkte, aber immer noch im Bereich des Wachstums (> 50 Punkte). Dabei ist das Wachstum aber in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich.

Spitzenreiter in Europa ist Irland mit einem Wert (PMI) von 56,6 Punkten gefolgt von den Niederlanden (53 Punkte), Spanien mit 52,6 Punkten und Deutschland mit 51,4 Punkten (2-Monats-Hoch). Mit Italien haben wir das erste Land mit einer negativen Entwicklung (49 Punkte), gefolgt von Griechenland mit 48,8 Punkten ((2-Monats-Hoch), Frankreich (48,5 Punkte) und Österreich mit nur 46,9 Punkten.

An Österreich kann man sehr gut die Auswirkungen der Wirtschaftssanktionen gegen Rußland erkennen. Mit seinem augeprägten Osteuropageschäft ist Österreich besonders anfällig für die meiner Meinung nach verfehlten Osteuropapolitik. Es ist eher verwunderlich, dass Europa bisher nicht stärker unter seiner Sanktionspolitik leidet. Besser stehen hier Rußland und vor allem die USA da, die weniger bis kaum unter der Sanktionspolitik leiden. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Forderung Draghi's, die Politik zu überdenken und entschiedener gegen die Auswirkungen vorzugehen.

Ich glaube es wird Zeit, dass die Europäer die Handlungen in der Ukraine, Rußland, den USA und der Nato mit dem selben Maßstab werten und danach ihre Politik ausrichten. Dann kann auch Europa vom weltweiten Wirtschaftswachstum profitieren.

Autor: Andreas Coppes