Mittwoch, 02.12.2015

Der chinesische Yuan wird in den Währungskorb aufgenommen.

Zum 01.10.2016 wird der chinesische Yuan als fünfte Währung in den Währungskorb des IWF aufgenommen.

Die Gewichtung wird auf 10,92% bestimmt. Neben den bisherigen USD, JPY, EUR und GBP ist es damit die erste Währung eines Drittlandes, welches in den Index aufgenommen wird. Warum sich der IWF bisher nicht zu diesem Schritt entschliessen konnte ist unklar, war China nach Angaben des World Economic Outlook per Oktober 2014 die weltgrößte Ökonomie. Ein solches Land in dem Währungskorb zu ignorieren, wäre in der Tat nicht sachgerecht.

Darüber hinaus spielt China in der Entwicklung der Infrastruktur dritter Länder eine immer prominentere Rolle. Das ab 2016 geplante Projekt Seidenstraße sein hier stellvertretend genannt. Interessant wird sein, wie China jetzt mit den neu gegründeten Institutionen New Development Bank (IWF) oder AIIB (Weltbank) verfährt, diese Institutionen wurden geschaffen, um der westlichen Struktur einen Gegenpol zu setzten und eigenständig und unabhängig vom Westen entwicklungstechnisch agieren zu können.

Letztendlich bleibt die Frage, od die Aufnahme in den Währungskorb nicht als Versuch zu sehen ist, die Bedeutung des IWF's zu erhalten. Die aufstrebenden Länder stehen für 60% des Welt-BIP und für 85% der Weltbevölkerung. Damit ist ihre Bedeutung klar zu erkennen. Dagegen kämpft der Westen mit dem eigenen Bedeutungsverlust und einer rückläufigen Dynamik in der Wirtschaft  auf aktuell circa 40% des Welt-BIP.

Autor: Andreas Coppes