Freitag, 05.10.2012

Das Bankensystem ist deutlich belastbarer geworden!

Diese Meinung vertritt zumindest die EU-Bankenaufsicht (EBA). Nach Meinung der Aufsichtsbehörde haben die Banken ihre Bilanzen weiter gestärkt und damit ihre Kapitalposition deutlich verbessert.

Bei 71 geprüften Geldhäusern gingen bis Juni 2012 € 205 Milliarden frisches Kapital ein. Der EBA-Chef Andrea Enria sagte: "Das ist ein wichtiger Schritt nach vorn, aber es ist noch einiges zu tun". 

27 Geldinstitute wurden zuvor als kritisch eingestuft. Diese hätten € 160 Milliarden frisches Kapital eingesammelt. Trotzdem fielen immer noch vier Banken durch, die italienische Monte dei Paschi, die NKBM aus Slowenien sowie die zypriotischen Banken Bank of Cyprusus Zypern und die Marfin Popular Bank.

Die 12 geprüften deutschen Banken haben die Vorgaben erfüllt und damit das nötige Kapitalpolster erreicht, erklärte die Bundesbank und die BaFin. "Die Quote beträgt im Durchschnitt 10,7 %, wodurch alle Institute zusammen die Mindestkapitalanforderungen der EBA um € 15,5 Milliarden Euro übertreffen." Auch die fünf Geldhäuser, die bei letztmaligen Prüfungen einen Kapitalbedarf von fast Euro 13 Milliarden aufwiesen, haben diesen gedeckt. Sie weisen sogar derzeit € 9,6 Milliarden mehr aus als gefordert.

Endlich einmal eine positive Nachricht aus der Bankenlandschaft. Jetzt muss sich das nur noch auf die Realwirtschaft positiv auswirken.

Autor: Andreas Coppes