Freitag, 30.11.2012

Auch weiterhin positive Nachrichten
- Pimco, weltgrößter Anleihenhändler, fasst wieder vertrauen.
- Die Allianz 
will unterbewerte Aktienwerte in den Reformländern der Eurozone kaufen 
-
bereits seit 12 Monaten investiert Templeton wieder in Irland

Für die Meisten war die Ankündigung Pimcos sicher eine Überraschung. 

Damit scheint Pimco wieder Vertrauen in die südeuropäischen Staaten zu fassen. Der Leiter es Portfoliomanagements in Deutschland, Andrew Bosomworth, sagte: "Wir haben vorsichtig damit angefangen, unser Engagement in Spanien und Italien wieder aufzunehmen, aber wir sind noch nicht wieder voll dabei". Pimco erwartet eine Fortsetzung der Strukturreformen in Südeuropa. Weiterhin müssten weitere politische Entscheidung getroffen werden. Aber auch Deutschland und Frankreich dürfen nach Meinung von Bosomworth in Ihren Wirtschaftsreformen nicht nachlassen. Sonst würdesich Europa nicht weiter in die richtige Richtung entwickeln.

Auch die Allianz sieht offenbar wieder Perspektiven in den südeuropäischen Staaten und will unbestätigten Quellen zufolge einem Betrag im Milliardenbereich dort in unterbewertete Aktien investieren.

Auch das US-Investmenthauses Templeton investiert schon seit 12 Monaten wieder in irische Staatsanleihen und zeigt damit, dass auch eine amerikanische Firma wieder Vertrauen in Sanierungsstaaten in Europa gefasst hat.

Europa erweist sich im Vergleich zu den USA, Großbritannien und Japan immer wieder als sehr stabil. Denn für Europa ist die Nachrichtenlage positiv. Das Paket für Zypern vorankommt, Irland soll 2013 wieder auf den Kapitalmarkt zurückkehren und Spanien hat mit der Refinanzierung seines Haushalts 2013. Besonders in Spanien könnten sich dadurch zukünftig deutlich geringere Zinssätze für Staatsanleihen geben als heute.

Da stellt man sich die Frage, wo die unsachlichen, mitunter aggressive Stimmen aus Großbritannien und den USA geblieben sind, die noch für dieses Jahr ein Zerfall der Eurozone unterstellten?

Derzeit ist zwar eine Einigung im Haushaltsstreit der EU bis 2020 derzeit nicht erkennbar. Aber auch ohne Haushaltsplan bis 2020 ist die EU weiter handlungsfähig. Statt dessen wird es jährliche Einzelhaushalte geben.

Autor: Andreas Coppes

 

 

 

 

Wie bekannt wurde einigt sich die EU auf strengere Regeln für Ratingagenturen.


Dabei müssen sich die Agenturen in Zukunft strengeren Kontrollen unterziehen. Aufgrund der großen Einflussmöglichkeiten von Ratingagenturen sollen diese für Ihre Bewertung stärker zur Verantwortung gezogen werden. Das kann bedeuten, dass eine Klagemöglichkeit gegen Bewertung vereinfacht werden, wobei die Vorschriften erst im kommenden Jahr in Kraft treten sollen.

Autor: Marc Philipp Brandl