Donnerstag, 20.12.2012

Experten der Fondsgesellschaft Invesco gehen davon aus, dass in Europa keine lange Phase der Schwäche an den Aktienmärkten bevorsteht.

Derzeit droht nach Meinung von Experten der Fondsgesellschaft Invesco für Europas Aktien kein verlorenes Jahrzehnt.

Nach ihrer Meinung leiden die Aktienmärkte derzeit unter der Angst, dass Europa das gleiche Schicksal ereilen könnte wie Japan; eine lange Phase wirtschaftlicher Schwäche. Sie bewerten die Probleme, die ähnlich sind wie in Japan, hohe Schulden und eine alternde Bevölkerung, für Europa als nicht so dramatisch. Ihrer Meinung nach sei Europa auf einem besseren Weg und habe damit bessere Aussichten, auch für die Aktienmärkte. Joel Copp-Barton, European Product Director bei Invesco, sagte: „Bislang hat Europa auch dank der entschlossenen staatlichen Interventionen viele der Probleme, mit denen Japan in den 1990er Jahren zu kämpfen hatte, vermeiden können. So hat die EZB die Zinsen frühzeitig und aggressiv gesenkt und das Bankensystem durch massive Liquiditätsspritzen gestützt. Parallel dazu werden die europäischen Krisenstaaten radikale strukturelle Reformen umsetzen, durch die sich ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig wieder verbessern sollte.”

Ganz offensichtlich hat Europa doch einiges richtig gemacht. Es ist nur komisch, dass sowohl unsere amerikanischen und britischen Freunde, als auch die US-Ratingagenturen das nicht anerkennen.

Autor: Andreas Coppes