Montag, 11.02.2013

Auch die Postbank geht davon aus, dass der Höhepunkt der Schuldenkrise durchschritten ist.

Das ist zumindest die Meinung des Chefvolkswirt der Postbank AG, Dr. Marco Bargel.

Er sagte dazu: "Wenn nichts Unerwartetes geschieht, haben wir das Schlimmste hinter uns. Die Rückkehr des Vertrauens in die Eurozone zeigt sich vor allem daran, dass der Euro in den vergangenen Wochen gegenüber den anderen großen Währungen kräftig gestiegen ist”. Auch die Postbank sieht einen wesentlichen Auslöser für die sich wieder aufhellende Stimmung an den Märkten in der im Sommer 2012 ankündigte Bereitschaft der Europäischen Zentralbank (EZB), im Notfall Staatsanleihen aufzukaufen. Mit dieser Maßnahme und dem Rettungsfonds ESM stehenden dem Euroraum wirkungsvolle Instrumente zur Eindämmung der Schuldenkrise zur Verfügung. 

Weil in fast allen Euro-Staaten die Defizite der öffentlichen Haushalteviel zu hoch sind, ist es für eine Entwarnung noch zu früh. Aber bei einer harten Konsolidierung der öffentlichen Finanzen dürfte man das Problem in den Griff bekommen. Dazu ist allerdings zwangsläufig notwendig, dass die rezessiven Tendenzen sich in den betroffenen Staaten nicht länger fortsetzen, denn nur bei einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung wird man die vereinbarten Defizitziele in den kommenden Jahren auch erreichen können.

Autor: Andreas Coppes