Freitag, 08.02.2013

Agieren mit ruhiger Hand - die europäische Zentralbank (EZB) kauft schon seit Monaten keine Staatsanleihen mehr.

Die europäische Zentralbank (EZB) übt sich beim Thema expansive Geldpolitik in Zurückhaltung.  Dabei kann man bei der EZB im Vergleich zur FED, der Bank of England und der Bank of Japan von einer gesunden Zurückhaltung sprechen. In der Öffentlichkeit wird dies aktuell häufig nicht beachtet.

Seit Monaten kauft die EZB beispielsweise keine Staatsanleihen mehr und verringert damit in der Tendenz ihre Bilanzsumme. In der Summe bedeutet das, dass die Platzierung der Staatsanleihen, beispielsweise von Spanien und Italien zu derzeit sehr niedrigen Zinsen, vom Kapitalmarkt aufgenommen wurden. Die EZB hin in die Käufe nicht eingegriffen. Außerdem zahlten kürzlich eine Reihe von Banken aus dem Euroraum ca. € 140 Milliarden aus einem so genannten "Langfristtender" zurück. Diese positiven Nachrichten könnten für eine größere Stabilität des Euros gegenüber anderen Währungen sorgen. 

Derzeit sehe ich keine Änderung der flexiblen Strategie der EZB. Die mangelnde internationale Wettbewerbsfähigkeit bleibt für mich das wirkliche Problem einiger Euroländer. Der deutsche Export floriert und das offensichtlich unabhängig vom Wechselkurs. 

Autor: Andreas Coppes