Donnerstag, 07.03.2013

Großbritannien verliert erstmals in seiner Geschichte das Spitzenrating bei der US-Ratingagentur Moody's

Die US-Ratingagentur Moody's entzog in einem meiner Meinung nach längst überfälligen Schritt Großbritannien erstmals in seiner Geschichte das Spitzenrating "AAA".

Als Begründung nannte das Unternehmen, die Euro-Krise, und die damit verbundene, bekanntermaßen schwache Konjunktur. Aber auch der Sparkurs der Regierung und der Firmen gelten als Begründung für diese neue Bewertung "AA1".

Warum diese Herabstufung des Landes erst im fünften Jahr der Euro-Krise stattfindet, bleibt für mich aber fraglich. Vielleicht hat die Herabstufung aber auch etwas mit der Struktur der britischen Wirtschaft zu tun. Ich kann mir nicht vorstellen, das die Reformpolitik der Eurozone an dieser Herabstufung Schuld sein kann. Oder war das Gerede über einen möglichen Austritt aus der EU vielleicht Schuld?

Als Folge dessen könnten die Finanzmärkte einen höheren Risikoaufschlag verlangen und damit die Kredite für Großbritannien verteuern. Schon fast luxuriös ist der Ausblick von Moody's für das Land. Dieser wurde auf "stabil" gesetzt. Nach einer Herabstufung eines Landes hätten sich viele andere erfolgreiche Reformländer der Eurozone auch einen solchen Ausblick gewünscht.

Autor: Andreas Coppes