Samstag, 30.03.2013

Sind Sparer Eigentümer der Bank?

In der aktuellen Zypern Diskussion wird ein Tabu gebrochen!

Gestern habe ich an dieser Stelle davon gesprochen, dass der Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem im Zuge der Bankenrettung auch die Eignentümer an der Rettung finanziell beteiligen möchte. Dieses Vorhaben finde ich legitim, da die Eigentümer an den Gewinnen beteiligt sind, also auch an den Verlusten beteiligt werden müssen.

In der aktuellen Diskussion wird aber auch der Sparer und Anleger der Bank immer wieder in die Rettungsmaßnahmen mit eingebunden. Natürlich hat auch der Sparer eine Forderung gegen die Bank, aber ist er Eigentümer? Ich würde sagen, er ist ein Kunde! Das Geschäftsmodell der Banken ist es, Geld gegen Zinsen zu leihen, z.B. mit dem Sparbuch. Der Sparer ist aber nicht am Gewinn der Bank beteiligt! Ich habe das Gefühl, dass hier die Diskussion genutzt wird, um den Sparer als ersten Schritt an der Rettung der Länder zu beteiligen. Wie bei einer Währungsreform wird der Bürger enteignet, in diesem Fall aber erst einmal teilweise und langsam, um eine Panik zu vermeiden. Aber wenn dieses Tabu gebrochen ist, wie geht es dann weiter? Werden zukünftig vielleicht  Immobilien in Deutschland aus Solidarität mit den Südländern zwangsbesteuert?

Wer Sparer für die Pleite der Banken bezahlen lässt, der wird auch noch andere Wege zur Finanzierung der Schulden von Banken und Ländern finden. Als Anleger sollten Sie sich darauf vorbereiten. 

Autor: Andreas Coppes