Sonntag, 07.04.2013

Italien: Präsident Napolitano zeigt sich enttäuscht von der nicht vorhandenen Solidarität der Politik mit den Menschen.

Wie Italiens Präsident Napolitano bin auch ich enttäuscht von der maßlosen Ignoranz, Arroganz und Verantwortungslosigkeit der italienischen Politik.

Es ist keine Solidarität zwischen der Politik und den Bürgern Italiens erkennbar. Eine Situation, die gesamt Europa in den kommenden Wochen konjunkturell belasten wird. Es zwar nicht anzunehmen, dass Italien in seinen Reformbemühungen scheitern wird aber die Kosten für die Sanierung des Landes dürfte für die Eurozone teurer werden als erwartet. Schuld hieran scheint mir die Egozentrik der drei wesentlichen Parteien in Italien zu sein. Nicht zuletzt sind die Nachrichten aus der Eurozone durch Italiens eher negativ und negieren die Reformerfolge für die Real Wirtschaft und die Finanzmärkte. Es ist durchaus als bedenklich einzustufen, dass das Land jeden Tag ein Stück mehr vom Reformerfolg Europas verspielt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die politischen Kräfte in Italien sich bald einigen werden, um ihr Land strukturiert aus den Schwierigkeiten dieser Krise zu führen.

In vielen Interviews verlangen die Bürger der Krisenstaaten mehr Entscheidungsfreiheit und weniger Vorgaben aus Europa. Dieses setzt meiner Meinung nach aber ein Wahlverhalten voraus, dass ein solches Verhalten von Parteien unterbindet und den anderen europäischen Staaten nicht schadet.

Autor: Andreas Coppes