Montag, 29.04.2013

Nach Meinung der Investmentgesellschaft Templeton wurde Europa zu Unrecht abgestraft.

Norman Boersma, Chief Investment Officer der Templeton Global Equity Gruppe,sieht eine Abhängigkeit der europäischen Märkte von der weltwirtschaftlichen Entwicklung und der damit vielfältigen Chancen.

Seiner Meinung nach ist Europa die Region, die weltweit am stärksten unter Druck steht. Derzeit schätzen viele Investoren die Ertragslage von europäischen Unternehmen deutlich schlechter ein, als die von US-Vergleichsunternehmen. Er sieht aber auch, neben dem Potenzial europäischer Unternehmen, politische Fortschritte in Europa, die ihn zuversichtlich stimmen. Der meint, dass sich die Lücke in den Ertragslagen der Unternehmen beider Ländern schließen wird. Außerdem bemerkt er positiv, dass die EZB versucht, extrem negative Ereignisse in Europa durch ihr Eingreifen zu neutralisieren. Genau deswegen ist Herr Boersma der Meinung, dass Europa ein Markt mit attraktiven Marken und Unternehmen ist, der sich derzeit noch auf einem sehr niedrigen Niveau befindet.

Ich teile die Einschätzung von Templeton zu Europa. Es ist schon interessant, dass ein Amerikaner die Situation weniger dramatisch einschätzt, als viele deutsche Investoren. Sind wir Deutschen grundsätzlich zu vorsichtig oder vielleicht auch zu negativ gegenüber Europa eingestellt? Oder können wir einfach nicht glauben, dass die Reformen in Europa auch große Chancen ermöglichen. Unterm Strich bleibt festzustellen, dass auch Templeton von einem Wachstum in Europa ausgeht, von dem auch die Schifffahrt in Form von steigenden Ex- und Importen zukünftig wieder deutlich profitieren dürfte.

Autor: Andreas Coppes