Mittwoch, 01.05.2013

Läuft die US-Konjunktur wirklich schlechter als erwartet?

Im ersten Quartal 2013 ist die US-Wirtschaft um 2,5 % gewachsen.

Damit hat sich meiner Meinung nach die US-Wirtschaft positiv entwickelt. Darum ist für mich nicht nachvollziehbar, weshalb diese positive Entwicklung in den Medien als negativ dargestellt wird. Ist denn die Erwartung der "Experten" das Maß der Dinge und nicht die realen Zahlen? Wer hinter den Erwartungen, von wem auch immer, zurückbleibt ist negativ? Wenn mir dann die so genannten Experten weismachen wollen, dass "auch die weiteren Konjunkturaussichten nur durchwachsen seien", dann begegne ich dieser Auffassung mit Unverständnis. Beispielsweise sagt Adrian Brass, Fondsmanager des Fidelity America Fund: “Die Konjunkturaussichten für die USA sind gemischt. Denn die Stärke der amerikanischen Unternehmen und des US-Häusermarkts wird zumindest teilweise durch schwächeren Konsum und den Auswirkungen staatlicher Ausgabenkürzungen wieder aufgehoben”. Das mag richtig sein, aber trotzdem ist auch er der Meinung, dass sich die Verbraucherzuversicht seit Beginn der Krise kontinuierlich erholt hat, sie aber im historischen Vergleich eher schwach ist. Er sagte weiter: “Die im Januar beschlossenen Steuererhöhungen sind ein Grund für die Verunsicherung. Denn dadurch büßen amerikanische Haushalte im Schnitt fast zwei Prozent ihres Einkommens ein. Daher dürften sich Konsumausgaben in diesem Jahr insgesamt leicht abschwächen”

Auf der anderen Seite muss auch anerkannt werden, dass der Trend bei der US-Arbeitslosigkeit positiv ist. Aber auch hier findet Brass das Haar in der Suppe. Dieser positive Trend sei auch einer zunehmenden Anzahl von Teilzeitkräften zu verdanken, die ihre Rente aufbessern wollen.

Trotzdem bleibt es aber ein Faktum, dass sich die US-Wirtschaft im ersten Quartal mit 2,5 % positiv entwickelt hat. Es scheint momentan typisch für Experten zu sein, positive Zahlen klein zu reden und das offensichtlich nur, weil die Zahlen ihre noch positivere Erwartung nicht erfüllt haben.

Autor: Andreas Coppes