Donnerstag, 30.05.2013

KfW Mittel auch für den deutschen Mittelstand?

Nach einem Artikel im Handelsblatt überlegt die Regierung, mit Hilfe der staatlichen Förderbank KfW Kredite an mittelständische Unternehmen in den Euro-Krisenländern zu vergeben. Diese Kredite sollen dann über eine Staatsbürgschaft abgesichert werden.

Alternativ dazu wird die Möglichkeit besprochen, Globaldarlehen an Schwesterinstitute der KfW in den Krisenländern zu vergeben. Ich finde die Idee, statt Sozialleistungen an Arbeitslose zu vergeben, die Wirtschaft zu stärken und damit Arbeitsplätze zu schaffen grundsätzlich gut. Dabei müssen meiner Meinung nach aber einige wesentliche Punkte berücksichtigt werden.

Einerseits dürfen keine Unternehmen unterstützt werden, die kein tragfähiges Geschäftsmodell haben und somit ohne Subventionen nicht mehr lebensfähig sind. Des Weiteren darf die Unterstützung nicht dazu führen, dass die geförderten Unternehmen auf dem Weltmarkt zu Dumpingpreisen Ihre Leistungen oder Produkte anbieten und gesunde Unternehmen, besonders keine deutschen Unternehmen, gefährden.

Noch wichtiger ist für mich aber, dass kein Geld in die Krisenländer fließt, bevor für die deutschen Unternehmen nicht mindestens die Selben Hilfen vorliegen. Es kann nicht sein, dass deutsche Anleger bei Beteiligungen wie z.B. Schiffen, Ihr Kapital verlieren, weil die KfW keine weitere Stundung der Kredittilgung mit einer nach Aussage mehrerer Banken falschen Begründung zulässt. Gleichzeitig aber der hier in Deutschland von der KfW enteignete Anleger für unsichere Kredite in südeuropäischen Ländern mit seinen Steuerzahlungen haftet. 

Autor: Andreas Coppes