Freitag, 21.06.2013

Unsicherheit über die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank Fed erhöht für Spanien die Zinsen.

Diese Unsicherheit wird derzeit für Spanien teuer. Erstmals seit mehreren Monaten stiegen die Zinsen für spanische Anleihen.

Beispielsweise stieg die Durchschnittsrendite für ein Papier mit einer Laufzeit von sechs Monaten auf 0,821 % und hat damit den höchsten Stand seit Februar. Für eine einjährige Anleihe stieg der Zins von 0,994 % auf 1,395 %. In der Summe nahm das Land bei der letzten Platzierung von Staatsanleihen gut € 5 Milliarden am Kapitalmarkt auf. Zu dieser Entwicklung sagte der Zinsstratege bei BNP Paribas, Ioannis Sokos: "Ich denke nicht, dass der Zinsanstieg durch Entwicklungen in Spanien begründet werden kann". Seiner Meinung nach, hänge dieser Effekt vielmehr mit der Verwundbarkeit der noch hoch verschuldeten Peripheriestaaten, also Staaten in der nahen Umgebung Spaniens zusammen. Er glaube aber, dass das Land weiter von sinkenden Zinsen am Kapitalmarkt profitieren dürfte, sobald die amerikanische Notenbank entschieden habe und die Verunsicherung vom Markt verschwindet. Bekanntlich trafen sich die Notenbanker der Fed am Mittwoch für ihren Zinsentscheid. Dabei wird mit Spannung erwartet, wann die Fed ihr Anleihen-Ankaufprogramm antastet.

Autor: Andreas Coppes