Freitag, 28.06.2013

Sehr positive Konjunkturdaten - teilweise unerwartet.

Der deutsche IFO-Index legte zum zweiten Mal in Folge zu und stieg von 105,7 auf 105,9 Punkte.

In der Bewertung der aktuellen Lage war er etwas schwächer als im Vormonat. Der Erwartungsindex legte jedoch deutlicher zu als erwartet und erhöhte sich von 101,6 auf 102,5 Punkte, nachdem 102,0 Punkte erwartet wurden. 

Sehr überraschend und vor allem deutlich legte das italienische Verbrauchervertrauen im Juni zu und erhöhte sich von 86,4 auf 95,7 Punkte. Damit erreichte es den höchsten Stand seit März 2012. Auch alle anderen Komponenten legten zu; beispielsweise erhöhte sich der Wirtschaftsindex von 71,7 auf 91,6 Punkte und auch der Index über die persönliche Lageeinschätzung stieg von 92,0 auf 97,7 Punkte. 

Nicht zuletzt erzielte die italienische Handelsbilanz einen deutlichen Überschuss für den Berichtsmonat Mai. Er stieg von € 1,47 Mrd. auf € 2,97 Mrd. 

Ich denke, dass man an diesen Zahlen die Konkurrenzfähigkeit Italiens an den internationalen Märkten ablesen kann. Diese Sichtweise wird auch dadurch unterstrichen, dass Italien für die Platzierung seiner Staatsanleihen seit Monaten ein sehr niedrigen Zins zu zahlen hat.

Autor: Andreas Coppes