Freitag, 02.08.2013

Trotz positiver Zeichen in der Eurozone ist der IWF nicht sehr optimistisch.

Der Internationale Währungsfond (IWF) ist trotz positiver Anzeichen für die Eurozone nicht sonderlich optimistisch.

Er glaubt, sofern sich noch einmal die substantiellen Bedingungen verschlechtern, muss die europäische Notenbank zusätzliche geldpolitische Maßnahmen ergreifen. Hierbei kann es sich um eine weitere Leitzinssenkung oder um unkonventionelle Maßnahmen handeln; das erklärte zumindest der IWF. Außerdem sei die gesamtwirtschaftliche Konjunktur in der Eurozone als "diffus" zu bezeichnen und die Gefahr einer Stagnation sei gewachsen. Außerdem werden deflationäre Tendenzen gesehen. Insbesondere die hohe Arbeits- und Jugendarbeitslosigkeit würde das Wachstumspotenzial dauerhaft schädigen. 

Nach Meinung des IWF wird die Eurozone in diesem Jahr mit -0,6 % wachsen/schrumpfen. Für die Jahre 2014 und 2015 wird ein Wachstum von 0,9 % bzw. 1,3 % erwartet. In der Summe meinte der IWF, dass es derzeit am wichtigsten sei, die Eurozone auf den Wachstumspfad zurückzuführen. Grundvoraussetzung hierfür ist es Arbeitsplätze zu schaffen und die Bilanzen der Banken "zu reparieren", damit das Kreditgeschäft für den Mittelstand wieder zum Laufen kommt. Hierzu könnte es hilfreich sein, größere Anstrengungen zu unternehmen, um eine umfassende Banken Union in den EU-Ländern schneller umzusetzen.

Ich kann nur den angesprochenen Maßnahmen des IWF beipflichten und hoffen, dass diese gehört und zügig umgesetzt werden.

Autor: Andreas Coppes