Freitag, 09.08.2013

Der Nicaragua-Kanal, die geplante Konkurrenz zum Panama-Kanal, scheint finanziert und durchgeplant zu sein.

Die Hongkonger HKND Group erhielt vor ca. sechs Wochen die Konzession zum Bau des geplanten Nicaragua-Kanals, der künftig in Konkurrenz zum Panama-Kanal den Atlantik mit dem Pazifik verbinden soll.

Für dieses Mega-Projekt wurden Kosten von rund USD 40 Milliarden veranschlagt. Bei den Investoren soll es sich um Großbanken und andere große institutionelle Anleger handeln, dessen Namen in den kommenden zwei Monaten bekannt gegeben werden. Hierbei handelt es sich um Investoren aus Europa, den USA und China.

Überraschend verlangsamte erst kürzlich Nicaraguas Regierung das Kanalprojekt, da man sich offensichtlich mit dem Investor noch nicht auf eine Route durch das mittelamerikanische Land einigen konnte, nachdem zuvor die Hongkonger HKND Group bekannt gegeben hatte, dass die Route bereits feststehe. Dazu sagte der Wirtschaftsberater der Regierung in Managua, Bayardo Arce: "Ich glaube nicht, dass diese Route bereits definitiv ist - dafür sind die Untersuchungen da". Nach Meinung der HKND Group soll die Kanalroute von der Hafenstadt Brito am Pazifik durch den Nicaragua-See nach Bluefields an der Karibikküste führen.

Die Auswirkung nach einer Realisierung des Projektes für die Schifffahrt könnte enorm sein. Es ist davon auszugehen, dass die Gebühren für die Durchfahrt durch den Panama-Kanal aufgrund des Mitbewerbers deutlich sinken werden. Zudem dürfte es für Schiffe mittlerer Größe noch schwieriger werden, da dann sicherlich beide Kanäle in der Lage sein werden, von großen Schiffen passiert werden zu können.

Autor: Andreas Coppes