Samstag, 17.08.2013

Rom startet Konjunkturprogramm.

Erst kürzlich haben die Abgeordneten in Rom noch vor Beginn der Sommerpause ein Konjunkturprogramm für Italien auf den Weg gebracht, dass das Land aus der Rezession führen soll.

Darin sollen unter anderem öffentlich Projekte auf den Weg gebracht, das Eisenbahnnetz verbessert sowie Tunnel, Brücken und Schulen in Stand gesetzt werden. Besonders für Italien ist, dass auch das Justizsystem, welches für seine langjährigen Proteste bekannt ist, beschleunigt werden soll. 

Bekanntlich kämpft das Land, dessen Wirtschaft sich von April bis Juni um 0,2 % abschwächte, mit einer Rezession. Die Vorzeichen für das zweite Halbjahr 2013 signalisieren jedoch einen Aufwärtstrend, vor allem in der Industrie und im Einzelhandel. Offensichtlich kehrt das Vertrauen von Investoren, dank einer stabiler werdenden Wirtschaft zurück. Erstmals seit dem Juli 2011 sinken die Risikoaufschläge für zehnjährige Staatsanleihen wieder unter 2,5 %-Punkte. In Spitzenzeiten der Eurokrise von Ende 2011 bis Mitte 2012 lag der Risikozuschlag bei mehr als 5 %-Punkten.

Wie ich finde, stellt das eine durchaus positive Entwicklung dar, die noch durch ein Konjunkturprogramm unterstützt wird. Man kann nur hoffen, dass sich das durch die italienische Regierung angeschobene Konjunkturprogramm auch seine erhoffte Wirkung haben wird und nicht nur neue Schulden bedeutet.

Autor: Andreas Coppes