Montag, 19.08.2013

Gibt es nach der Bundestagswahl eine böse Überraschung?

Es mehren sich die Stimmen, dass die Regierung und auch die Opposition verschiedene Entwicklungen im Euroraum nicht mehr vor der Bundestagswahl ansprechen, um italienische Verhältnisse zu vermeiden.

Ich halte dieses Verhalten für sehr wahrscheinlich und bin gespannt, was die neue Regierung uns dann zum Thema Rettung des Euro erzählen und aufbürden wird. Die Äußerungen der verschiedenen Parteien und Wirtschaftsverbände tragen nicht dazu bei, ein klares Bild zu zeichnen. Am Beispiel Griechenland stellt sich die Frage: hat die Bundesbank recht und es wird einen Schuldenschnitt mit allen Kosten auch für uns deutsche geben? Oder helfen die aktuellem Maßnahmen und Griechenland kommt langsam wieder zur Normalität zurück.

Der Ex-BDI-Chef Henkel hat dazu im Focus Online eine interessante Stellungnahme abgegeben. Danach gibt es das Duo Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann und EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen, die sich im "Streit" um die Eurorettung ein Duell liefern und so uns Wählern vorgaukeln, dass Thema zu diskutieren und beide Lager, Euro-Befürworter und Euro-Gegner, können sich vertreten fühlen. Jeder Leser darf hier für sich selbst entscheiden, ob er dieser These zustimmt.

Meiner Meinung nach wird es trotz Internet und verbessertem Informationszugang immer schwieriger, sich ein Bild von der realen Lage zu machen. Welche Richtung vertritt unsere Regierung und was kann Sie überhaupt bewirken und was verstösst gegen EU-Recht bzw. gegen die von uns unterzeichneten Verträge? Hier wäre mehr Offenheit zwingend notwendig, um sich als Bürger auf die Situation einzustellen, sonst ist unser Vermögen vielleicht bald nichts mehr wert.

Autor: Andreas Coppes