Mittwoch, 11.09.2013

Elbvertiefung - 60 % der Speditions- und Logistikwirtschaft denkt über ein Verlassen des Hamburger Hafens nach. 

Zum Thema Elbvertiefung sagte Willem van der Schalk, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Verein Hamburger Spediteure e.V.:

Wenn die Fahrrinnenanpassung in absehbarer Zeit nicht stattfindet, denken fast 60 % unserer Mitgliedsunternehmen darüber nach, Ladungsströme über andere Häfen zu lenken." Seiner Meinung nach, werden die Unternehmen dazu gezwungen, wenn sie auch weiterhin im Geschäft bleiben wollen. Er sagte weiter: "Es sind unsere Kunden aus der verladenden Wirtschaft, die uns dazu auffordern". Von einem solchen Weggang würden im Wesentlichen die Benelux-Häfen profitieren. Deren Häfen werden seit einigen Jahren mit großem finanziellem Aufwand ausgebaut. Aber nicht nur die Umsetzung der Elbvertiefung, die immer wieder verschoben wird, ist ein großes Thema in dieser Branche, sondern auch die landseitige Erreichbarkeit des Hamburger Hafens. Die beiden Autobahnen A1 und A7 werden bezüglich ihrer Verfügbarkeit immer unzuverlässiger. Auch deswegen sind in der näheren Vergangenheit Ladungsmengen an Mitbewerber verloren gegangen.

Sofern nicht endlich eine Entscheidung für eine Elbvertiefung getroffen wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Hamburger Hafen an Bedeutung verlieren wird. Man ist mit der immer noch nicht endgültigen erfolgten Entscheidung für eine Elbvertiefung, auf einem guten Weg, den Hamburger Hafen massiv zu schädigen.

Autor: Andreas Coppes