Mittwoch, 18.09.2013

Positive Nachrichten aus Italien: die Wachstumsprognose für 2014 wurde erhöht und die Defizitmarke bleibt unter 3 %.

Nach Meinung des italienischen Wirtschaftsministers Fabrizio Saccomanni, wird das Land in diesem Jahr die EU-Haushaltsvorgaben, mit einer Defizitobergrenze von 3 %, erfüllen.

Auch die Analysten glauben, dass Italien auch bei der Neuverschuldungsquote besser abschneiden werde als geplant. Diese könnte für das Jahr 2013 bei 2,9 % der Wirtschaftsleistung liegen, nachdem die Neuverschuldungsquote im Jahr 2012 bei 3 % lag. Ebenso positiv wird die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung des Landes gesehen. Die Arbeitgeberlobby Confindustria hob ihre Prognose für Italiens Wachstum für das Jahr 2014 von 0,5 % auf 0,7 % an. Dazu erklärte der Verband: "Die Exporte und der Aufbau der Lager sorgen dafür, dass Italien die Rezession verlässt"  und der Verband lässt weiter verlautbaren: "Politische Stabilität ist entscheidend, um die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern aufzuhellen." Wie schwierig die aktuelle Situation in Italien noch ist, zeigt die Wachstumserwartung von Confindustria für das Jahr 2013. Ursprünglich wurde mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 1,9 % gerechnet. Diese Zahl wurde jetzt auf einen Rückgang von "nur noch" 1,6 % korrigiert.

Ich denke, dass alle Marktteilnehmer wissen, dass das Land noch einen schwierigen Weg vor sich hat und wie schon erwähnt, vor allen Dingen politische Kapriolen vermieden werden müssen. Nur dann wird es möglich sein, das Land kurzfristig auf den Pfad des Wachstums zurückzuführen.

Autor: Andreas Coppes