Montag, 14.10.2013

Italienisches Defizit bleibt möglicherweise 2013 noch im Rahmen der EU-Grenzen.

Nach den Kapriolen in der italienischen Politik der letzten Tage mit dem positiven Ausgang für Ministerpräsident Enrico Letta überrascht die Nachricht, dass das Defizit im Staatshaushalt im Jahr 2013 möglicherweise noch im Rahmen der EU-Grenzen bleibt.

Politisch betrachtet wird dieser Schritt in Richtung einer politischen "Stabilität" der Wirtschaft positiv bewertet. Damit wird aber auch der Weg frei für Steuererhöhungen, wie beispielsweise bei der Mehrwertsteuer, die dem Staatshaushalt rund € 1 Milliarde Mehreinnahmen bringen würde. Auch die von Berlusconi geforderte Abschaffung der Immobiliensteuer auf Eigenheime wird daher nicht kommen. Der Wegfall hätte den Staat mit ca. 2,4 Milliarden belastet. 

Nach dem positiven Ausgang im italienischen Parlament für Ministerpräsident Enrico Letta, wird Italien den Reformprozess weiter umsetzen, was kurz bis mittelfristig zu einer weiteren wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes führen dürfte.

Autor: Andreas Coppes