Mittwoch, 20.11.2013

Lernt die Politik den gar nichts aus den Fehlern von gestern?

So oder so ähnlich muss die Frage heißen, wenn man aus der Sicht der deutschen Industrie die Koalitionsverhandlungen betrachtet, denn nur ein Bruchteil der von der Koalition diskutierten Maßnahmen ist für die Industrie entlastend.

Es wird über ein Paket von sozialen Maßnahmen von € 45 Milliarden diskutiert, doch keiner weiß wie das finanziert werden soll. Nach Meinung des BDI-Präsident Ulrich Grillo muss Seitens des Staates dringend in Infrastrukturprojekte investiert und gleichzeitig die Industriepolitik verstärkt werden. Grillo nahm auch Stellung zur Ökostromförderung. Seiner Meinung nach, müsse Strom auch für die energieintensive Industrie bezahlbar bleiben, da dort auch 1 Million Menschen beschäftigt sind. Er glaubt, dass diese Arbeitsplätze abgebaut werden würden, wenn die Industrie im Bereich Energie nicht angemessen entlastet wird. 

Die deutsche Politik muss handeln, um den Industriestandort Deutschland zu festigen. Ansonsten werden die Unternehmen in andere Staaten, vorwiegend USA, abwandern und dort ihre Investitionen tätigen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die deutsche Politik aus den Fehlern anderer EU-Staaten lernt und hier die richtigen Entscheidungen trifft.

Autor: Andreas Coppes