Mittwoch, 27.11.2013

Französischer Notenbank-Chef Christian Noyer, fordert eine stärkere Inlandsnachfrage in Deutschland.

Für einen Bundesbürger ist es schon schwierig nachzuvollziehen, dass gerade der französische Notenbank-Chef, Christian Noyer, den Deutschen Ratschläge gibt.

Bei der aktuellen Situation in Frankreich fragt man sich, ob es nicht besser wäre, wenn sich Herr Noyer mehr um sein eigenes Land kümmern würde. Die Probleme in Deutschland sind im Verhältnis zu Frankreich meiner Meinung nach als eher marginal zu bezeichnen. Deutschlands Exportlastigkeit ist nicht wirklich neu. Dennoch ist es sicherlich richtig, dass eine stärkere deutsche Binnennachfrage unser Land weiter stabilisieren würde. Dazu sagte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet, verbunden mit der Aufforderung entschlossenere Schritte zur Stärkung der Inlandsnachfrage in Deutschland vorzunehmen: "Deutschland sollte seine Wettbewerbsfähigkeit nicht schwächen. Aber für Deutschland ist es wichtig, mehr im Inland zu investieren." Seiner Meinung nach, sind dazu entsprechende Strukturreformen notwendig. Er möchte, dass Deutschland den Dienstleistungssektor weiter ausgebaut, mehr Kindergartenplätze schafft, um mehr jungen Mütter die Möglichkeit zu geben, berufstätig zu bleiben. Als Folge könnten diese dann mehr konsumieren. Er würde es auch sinnvoll finden, die Ladenöffnungszeiten nicht mehr zu reglementieren. 

Alles interessante Vorschläge, die Deutschland sicherlich umsetzen kann. Meiner Meinung nach steht Deutschland in Europa aber derzeit am besten da, so dass sich andere Nationen erst einmal an die eigene Nase fassen sollten. Trotzdem sind Reformen auch in Deutschland zum Thema Binnenkonjunktur sicherlich richtig und notwendig.

Autor: Andreas Coppes