Donnerstag, 28.11.2013

China meinte es offensichtlich ernst mit den größten Reformen seit zehn Jahren.

Die Zweifel zerstreuen sich langsam, dass China es mit den größten Reformen seit zehn Jahren ernst meint und das Land stärker auf Marktwirtschaft trimmen will.

Das bedeutet auch mehr Freiheiten für die Bürger, denn beispielsweise soll die Ein-Kind-Politik gelockert und das System der Umerziehungslager abgeschafft werden. Die Konsumkraft des Milliardenvolkes soll deutlich durch mehr Eigentumsrechte, ein Einlagensicherungssystem und die Reformen gestärkt werden. Mit diesen Maßnahmen will der chinesische Staat sicherlich das Land zu einem modernen Industriestaat umbauen und damit den Pfad der "Werkbank des Westens" verlassen. Mit dieser Entwicklung einhergehen dürfte auch, dass man die Preise für Rohöl, Strom und diverse andere Rohstoffe verstärkt dem Markt überlassen wird. Für die Chinesen sollte sich dadurch die soziale Grundversorgung, vor allem für Stadtbewohner, verbessern. Asien-Experte Benjamin Leipold vom DIHK meint dazu: "Das stärkt am Ende den privaten Konsum und sorgt auch für politische Stabilität." 

Die Chinesen machen einmal mehr einen weiteren Schritt in Richtung Öffnung ihres totalitären Regimes. Für die Weltökonomie kann das grundsätzlich nur positiv sein.

Autor: Andreas Coppes