Sonntag, 08.12.2013

Investitionswille im deutschen Mittelstand nimmt wieder zu.

Einer Studie zur Folge, wollen die deutschen Mittelständler so viel Geld investieren, wie in den letzten 13 Jahren nicht mehr und das nicht zuletzt aufgrund der niedrigen Zinsen.

Einer repräsentativen Umfrage zufolge, wollen innerhalb der kommenden sechs Monate 79 % der Unternehmen in ihren Betrieb investieren. Dazu sagte die von der von DZ Bank, WGZ Bank und der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken, gemeinsam ausgewerteten Studie: "Damit erreichen die Investitionsabsichten der Mittelständler den höchsten Wert seit dem Jahr 2000." Aber nicht nur die Investitionsbereitschaft wird deutlich zulegen, sondern auch bei den Arbeitsplätzen wird sich einiges bewegen. Die Belegschaft aufstocken zu wollen, gaben 34 % der Unternehmen an. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Umfrage 1995. Auf der anderen Seite befürchten 75 % die Mittelständler große Schwierigkeiten beim Finden von geeignetem Fachpersonal und das vor allem in der Agrarwirtschaft, dem Maschinenbaus, dem Baugewerbes, der Metall-, der Maschinenbau- und nicht zuletzt der Automobilbranche. Neben bürokratischen Schwierigkeiten werden als größtes Problem die steigenden Energiekosten gesehen.

Wie gut sich der deutsche Mittelstand gegen die Krise der letzten fünf Jahre gestemmt hat, kann man an der guten Eigenkapitalquote (dass auf Basis der Jahresabschlüsse 2012) der Unternehmen von rund 23,5 % erkennen. Die Quote liegt damit auf dem höchsten Niveau seit Beginn dieser Erhebung im Jahr 2001. Damit kann festgestellt werden, dass der deutsche Mittelstand gut kapitalisiert ist und für die Herausforderungen der nächsten Jahre gewappnet sein dürfte.

Autor: Andreas Coppes