Mittwoch, 11.12.2013

Ein Paukenschlag: Spanien stoppt eingeplante Finanzhilfen für heimische Energiebranche.

Diese Entscheidung trägt sicherlich nicht dazu bei, das Vertrauen in den spanischen Staat und damit die Rechtssicherheit zu vergrößern.

Spanien muss sich die Frage stellen, ob man sich mit dieser Entscheidung einen Gefallen getan hat. Denn eines ist klar - die spanische Politik ist für einen ausländischen Investor damit noch unberechenbarer geworden. Die Folge könnte sein, dass jetzt weitere Investitionen, wenn überhaupt, nur noch deutlich verzögert ins Land fließen werden. Mit dieser Entscheidung sollen € 3,6 Milliarden eingespart werden, die beispielsweise für Versorger, wie Iberdrola oder Gas Natural, vorgesehen waren. Das spanische Finanzministerium begründet diesen Schritt damit, dass die Haushaltssanierung Vorrang habe und Alternativen für Finanzierungswege gesucht werden, die den Haushalt nicht belasten.

Meiner Meinung nach geht mit dieser Entscheidung ein Teil Vertrauen in die Politik verloren. Auf der anderen Seite zeigt es aber auch, wie ernsthaft das Land bemüht ist, seinen Haushalt zu konsolidieren und die Krise zu meistern. Leider ist offensichtlich beides nicht möglich, so dass diese Entscheidung in gewissen Grenzen nachvollziehbar ist.

Autor: Andreas Coppes