Samstag, 14.12.2013

Eine weitere Runde von Bewertungen von Standard & Poor's (S&P).

Die nächste Runde der Bewertung für die Euro-Länder hat begonnen.

Beispielsweise wurde Zypern um eine Stufe heraufgestuft und erhält jetzt eine Bewertung von B-, da sich die Unsicherheit über die Rückzahlung von Schulden verringert hätte. Für Spanien wurde eine Verbesserung der Bewertung verhindert und das trotz deutlicher Reformfortschritte im Land. Zumindest wurde der negative Ausblick für Spanien zurückgenommen. Damit steht das Land nach wie vor auf der Stufe BBB-, die ihm den Ramschstatus erspart.

Es bleibt für mich weiter ein Rätsel, weshalb das Unternehmen den Niederlanden die Spitzenbonität entzogen hat. Vor allem dann, wenn man es mit der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA vergleicht. Das Rating wurde von "AAA" auf "AA+" heruntergestuft. Standard & Poor's begründet diese Maßnahme damit, dass für das Land nur schwache Aussichten für ein wirtschaftliches Wachstum bestehen. Außerdem meint das Unternehmen, Anzeichen für eine Übertreibung am niederländischen Immobilienmarkt entdeckt zu haben. Interessanterweise bewerten die beiden anderen großen Ratingagenturen das Land bis heute noch mit der Spitzenbonität.

Nach wie vor bleibt fraglich, mit welchen Maßstäben die Ratingagenturen Staaten bewerten. Mir scheint es so, als gebe es für den angelsächsischen und den europäischen Bereich durchaus verschiedene Maßstäbe.

Autor: Andreas Coppes