Dienstag, 31.12.2013

Dubiose Machenschaften der HSH Nordbank mit dem Verdacht der Steuerhinterziehung? 

Der Sprecher der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Dr. Thomas-Sönke Kluth, forderte kürzlich die „schonungslose Offenlegung dubioser Aktiengeschäfte der HSH-Nordbank".

Für mich war das eine neue Information, dass die Bank offensichtlich auch dubiose Aktiengeschäfte getätigt haben soll. Bekanntlich hat die Bank zig Milliarden mit der Spekulation in Subprime Zertifikaten zu Beginn der Finanzkrise in den USA verloren. Umso überraschter war ich über die Information, dass es auch dubiose Aktiengeschäfte gegeben haben soll. Nach Auskunft des Handelsblattes und der Süddeutschen Zeitung sollen diese Geschäfte den Zweck gehabt haben, von den Finanzämtern mehr Steuern erstattet zu bekommen, als zuvor gezahlt worden waren. Derzeit sind Schadenssummen für die Staatskasse in Höhe von mehr als € 100 Millionen im Gespräch. Dabei ging es offensichtlich darum, über viele Anlaufstellen im Inland- und Ausland in sehr kurzer Zeit Aktien sowohl mit als auch ohne Dividendenbezug an- und verkauft zu haben. Dadurch wurden die Finanzbehörden getäuscht. Berichten zufolge wird die HSH Nordbank noch zum Geschäftsjahresende 2013 eine entsprechende Rückstellung in ihren Bilanzen bilden. 

Sofern sich dieser Verdacht bestätigt wird es endlich einmal Zeit, dass die Verantwortlichen auch zur Verantwortung gezogen werden. Dafür stehen die Chancen sicherlich gut, da der Staat bekanntlich der Steuerhinterziehung keinen "Spaß" versteht.

Autor: Andreas Coppes