Freitag, 10.01.2014

Chinesen wollen Bankenrisiken durch mehr Vorsicht bei der Kreditvergabe eindämmen.

Die Eindämmung von Bankrisiken durch mehr Vorsicht bei der Kreditvergabe kann man in China als Lernerfolg aus der Subprimekrise aus den USA sehen.

Vor dem Jahr 2008 finanzierten amerikanische Banken alle Arten von Immobilien, unabhängig von der Qualität und der Bonität deren Käufer. Als Folge der Verbriefung dieser faulen Finanzierungen und deren Weiterverkauf, unter anderem an europäische Banken, wurde die weltweite Wirtschaft- und Finanzkrise ausgelöst. Die Chinesen haben jetzt neue Schritte angekündigt, um die Banken besser zu kontrollieren, damit unter anderen derartigen Machenschaften nicht oder gegebenenfalls nicht mehr umgesetzt werden können. Offiziell lies man verlautbaren, dass die Vergabe von Darlehen für den Bausektor, für Unternehmen mit Überkapazitäten und an finanzschwache Kommunen kontrolliert werden sollen. Mit dieser Maßnahme sollen die Banken dazu gebracht werden, einer Überschuldungsgefahr wirkungsvoller vorzubeugen. Aber nicht nur Banken sind von den neuen Regelungen getroffen, sondern auch Vermögensverwalter. Gleichzeitig will das Land den Wettbewerb unter den Privatbanken stärken und damit einen weiteren Schritt in Richtung Marktwirtschaft gehen.

In der Summe versucht die chinesische Regierung damit auf der einen Seite eine Überhitzung der Konjunktur zu verhindern und gleichzeitig auf der anderen die Konjunktur nicht abzuwürgen. Ein schwieriger Spagat.

Autor: Andreas Coppes