Samstag, 11.01.2014

Jetzt endlich auch in Großbritannien - Strukturreformen. Die Konjunktur wird leiden.

Großbritanniens Finanzminister George Osborne kündigte nach den Parlamentswahlen an, noch einmal deutliche Einsparungen umzusetzen zu wollen.

Man spricht von Einsparungen von £ 25 Milliarden, was ca. € 30 Milliarden bedeutet. Dabei werden die Sozialausgaben, der Bereich sein, bei dem am stärksten gekürzt werden wird. Gleichzeitig kann man davon ausgehen, dass der Abbau des immer noch großen Haushaltsdefizites noch lange nicht beendet sein wird. Denn ein Umsetzen der angekündigten Steuerkürzungen kann nur dann möglich sein, wenn zuvor ausreichend eingespart wurde.

Großbritannien scheint jetzt endlich verstanden zu haben, dass Strukturreformen umgesetzt werden müssen. Bekanntlich wird dadurch allerdings die Konjunktur einen vorübergehenden Dämpfer erhalten. Dieser Dämpfer muss danach durch konjunkturelle Maßnahmen ausgeglichen werden. Wie das in der Realität umsetzbar ist, haben bis heute viele andere europäische Staaten bewiesen. Ich drücke den Briten die Daumen, dass sie ihre Reformen effektiv umsetzen können.

Autor: Andreas Coppes