Donnerstag, 20.02.2014

Die EU plant persönliche Ersparnisse für die Rente zur Firmenfinanzierung anzuzapfen.

Alleine die Diskussion hierüber schafft sicherlich kein Vertrauen.

Geplant ist es persönliche Ersparnisse für die Rente zukünftig für die Finanzierung von Firmen einzusetzen. Die EU versucht dadurch zukünftig mehr Kapital für die Firmenfinanzierungen zu erhalten. Dieser Schritt wird nach Meinung der EU notwendig, da Banken ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen und sich mit der Vergabe von Firmenkrediten deutlich zurückhalten. Das Ziel der EU ist es sich deutlich unabhängiger von Banken zu machen. Aber auch die Banken haben es sicherlich nicht leicht, aufgrund der strengen Kapitalanforderungen (Basel III+II), Kapital für die Firmenfinanzierung zur Verfügung zu stellen. Deshalb ist der Ansatz der EU richtig in den nächsten zwei Jahren zu prüfen, ob diese Regelungen für Banken bei langfristigen Finanzierungen angemessen sind.

Meiner Meinung nach ist das Problem hausgemacht. Es ist schon in gewissen Grenzen nachvollziehbar, dass Banken aufgrund der strengen Regelungen nach Basel III+II Schwierigkeiten haben, Kapital für Firmenfinanzierungen zur Verfügung zu stellen. Die Frage bleibt nur, ob es der richtige Lösungsansatz ist persönliche Ersparnisse für die Rente seitens der EU für Firmenfinanzierungen einzusetzen. Vielleicht sollte man anstelle dessen sofort die strengen Kapitalanforderungen an die Bank überdenken und diese gegebenenfalls ändern oder Basel III+II vorübergehend aussetzen. Diese Maßnahme würde kein Geld kosten und könnte das Problem sofort lösen.

Autor: Andreas Coppes