Dienstag, 25.02.2014

Der Chef des Euro-Rettungsfonds (ESM) rechnet beim Bankenstresstest mit keinen größeren Schwierigkeiten bei den Kreditinstituten. 

Böse Zungen behaupten, dass der Bankenstresstest derart angepasst worden ist, dass die Kreditinstitute keine Schwierigkeiten haben werden diesen Test zu bestehen.

Objektive Hinweise, die diese Vermutung unterstützen, sind nicht bekannt. Nach Meinung des Chefs des ESM, Klaus Regling, sind die Banken der "Problemländer" inzwischen in recht guter Verfassung. Nicht einmal von den Banken in den Problemländern, wie Portugal, Spanien, Zypern und Griechenland erwartet er große Überraschungen, von Irland ganz zu schweigen. Zu dem Test, den die europäische Zentralbank und die Bankenaufsicht durchführt sagte er: "Ich bin optimistisch, dass wir nicht viel Kapital brauchen werden, vor allem nicht in den fünf Ländern, in denen wir ein Programm haben."  Er erwartet aber nicht nur beim Stresstest der Kreditinstitute keine Schwierigkeiten, sondern sieht auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern durchaus positiv. "Diese fünf Länder sind die Reform-Champions der Welt, sie haben jetzt schon steigende Exporte und das Wachstum kommt zurück.", sagte er und ist der Meinung, dass es zukünftig wichtig sei die Reformen weiter fortzusetzen.

Es ist schwer einzuschätzen, ob der Stresstest an die Kreditinstitute derart angepasst wurde, dass die Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben nicht noch weiter die Haushalte der EU oder der Mitgliedsstaaten belasten. Es ist jedoch interessant, dass der Chef des ESM die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Problemländern aufgrund der Reformaktivitäten, genau wie ich, positiv einschätzt.

Autor: Andreas Coppes