Mittwoch, 12.03.2014

Anleger im Notstand - eine Ergänzung aus aktuellem Anlass!

Gestern schrieb ich über die steils chlechte Informationspolitik der Kapitalbranche und Medien. Kurz nach der Veröffentlichung erhielt ich ein Schreiben, welches so gut passt, dass ich darüber gleich noch einmal schreiben möchte.

Es geht um eine Schiffsbeteiligung mit dem Hintergrund, dass die Kredite weit im Default ( nicht vertragsgemäß bezahlt ) sind. Jetzt möchte die Geschäftsführung auf Drängen der Bank einen Vorratsverkaufsbeschluss. Also heute sollen die Anleger einem Verkauf zustimmen obwohl sie weder dem Verkaufszeitpunkt noch den Verkaufspreis kennen. Das ist gängige Praxis, das muss jeder selber entscheiden. Bei Fragen rufen Sie mich gern an. Interessant ist aber vor allem der Hinweis, dass diese Abstimmung zu Vorteil des Investors ist, weil bei einem Verkauf auch die Bank Geld verlieren würde.Die Reederei sieht übrigens kaum eine Chance, dass der Investor sein Kapital komplett wiederbekommt.

Das muss mir jemand erklären. Ich dachte immer, wenn mein Geld weg ist, ist es egal, ob auch andere Geld verlieren. Vielleicht kann mir jemand den Vorteil erklären. Den einzigen Vorteil den ich sehe, ist dass die Bank die Insolvenzkosten spart.

In diesem Beispiel zeigt sich klar, was ich gestern meinte. Natürlich kann die Geschäftsführung anfragen, aber doch bitte nicht mit einem Hinweis auf einen Vorteil für den Anleger. Dann kann jeder Investor entscheiden, was er möchte und so soll es auch sein. Denn ich glaube daran, dass wir Deutschen duraus in der Lage sind, eine Entscheidung für uns zu treffen, die richtig ist. 

Autor: Andreas Coppes