Freitag, 28.03.2014

Verdi streikt - gegen alle?

Ich kann verstehen, wenn Arbeitnehmer streiken, um von der wirtschaftlichen Entwicklung zu profitieren. Wenn Unternehmer und Angestellte sich nicht gütlich einigen können, müssen beide Seiten Ihre Positionen verstärkt vertreten können.

Problematisch sehe ich die Arbeitskämpfe aber dann, wenn eine Vielzahl von unbeteiligten darunter leidet. Noch schlimmer wird es, wenn der Standort Deutschland darunter leidet. Der NOK (Nord-Ostsee-Kanal) z. B. wurde bestreikt, nachdem er in der letzten Zeit auf Grund technischer Probleme bereits öfter ausfiel.

Für die Schifffahrt bedeutet dieses, dass die Passage zukünftig vielleicht umfahren wird. Damit verlieren die deutschen Häfen einen wichtigen Standortfaktor. International agierende Unternehmen interessiert die deutsche Lohnpolitik nicht. Wenn die Häfen aber zukünftig nicht mehr gebraucht werden, wird die gesammte Wirtschaft Deutschlands darunter leiden. Arbeitsplätze werden dann ins Ausland verlagert und auch Verdi-Mitglieder werden wohl Ihren Arbeitsplatz ganz verlieren.

Steht Verdi dann für diese Schäden gerade, ich glaube nicht. Es wäre wünschenswert, wenn die Tarifparteien sich verhalten würden, dass nicht die gesammte deutsche Wirtschaft in Gefahr gerät. In einem Land gebildeter Bürger sollte dieses meiner Mainung nach möglich sein.

Autor: Andreas Coppes