Mittwoch, 02.04.2014

Auch so können Reedereien sich zusammenschliessen!

Die Reederei-Gruppe Ahrenkiel ist bereits längere Zeit in der Krise und es wurde ein Investor gesucht. Jetzt haben sich mit MPC und Thien & Heyenga Investoren aus der Branche gefunden.

Jetzt wird die Reederei-Gruppe Ahrenkiel unter dem Dach Ahrenkiel Steamship mit der zur MPC-Gruppe gehörenden MPC Münchmeyer Petersen Steamship und der Thien & Heyenga zusammengeführt. Damit entsteht ein größerer Wettbewerber im Markt, eine Entwicklung, die ich an dieser Stelle bereits mehrfach positiv beschrieben habe.

Die Reederei-Gruppe Ahrenkiel umfasst 37 Containerschiffe, Massengutfrachter und Tanker und beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter an den drei Standorten Hamburg, Bern (Schweiz) und Limasol (Zypern) sowie 1100 Seeleute.

Nach Presseangaben scheint die finanzierende Bank HSH Nordbank bei dem Zusammenschluß eine wichtige Rolle gespielt zu haben. Durch eine Refinanzierung soll die Bank 100 Millionen Euro von Ihrem 400 Millionen Euro großen Kredit für Ahrenkiel in einem ersten Schritt zurück bekommen. Die restliche Summe wird als Kredir in der neuen GEsellschaft bestehen bleiben. Damit dürfte sich die Bank besser stellen als durch einen Verkauf der Schiffe.

Vor diesem Hintergrund ist es für mich weiterhin unverständlich, warum die Reedereien aus dem Harener Raum es nicht geschafft haben, Ihre Genossenschaft zu Laufen zu bringen. Wenn selbst die Banken einen Vorteil von einem Zusammenschluß oder einer verstärkten Zusammenarbeit haben, vom Investor ganz zu schweigen, hätten doch alle beteiligten einen Vorteil gehabt.

Autor: Andreas Coppes