Freitag, 11.04.2014

Unglaublich, der Durchschnittsdeutsche gehört zu den Ärmsten in Europa!

Dabei sind die Unternehmen hierzulande im globalen Vergleich gut aufgestellt und verfügen über solide Bilanzen. Aber die Deutschen wollen sich an Ihrer Wirtschaft, bei allem Stolz aus "Made in Germany", nicht beteiligen.

Der Deutsche verlässt sich auf Arbeitseinkommen und staatliche Rente. Dabei vernachlässigt er den kontinuierlichen Vermögensaufbau durch Aktien und unternehmerische Investment. Es wird an alten Investmentstrategien wie Bundesanleihen, Geldmarkprodukten und Lebensversicherungen festgehalten. Damit ist heute aber noch nicht einmal der Kapitalerhalt zu erwirtschaften. Die Vermögenswerte schwanken zwar nicht in ihrer Bewertung, werden aber stetig geringer - eine garantierte Kapitalvernichtung!  

Ein zweiter Fehler, dem Anleger immer wieder zum Opfer fallen ist der falsche Zeitpunkt. Egal ob Kauf oder Verkauf, wer den Gefühlen (Gier und Angst) erliegt, verpasst den richtigen Zeitpunkt. Dann wird gekauft, nachdem die Kurse weit, teilweise sehr weit gelaufen sind oder bei sinkenden Kursen verkauft. Beispielhaft kann aktuell die große Nachfrage nach Immobilien in Deutschland genannt werden. Obwohl die Preise für Immobilien bereits stark gestiegen sind, ist die Nachfrage ungebrochen hoch. Dass auch Immobilienpreise wieder fallen, haben wir z.B. beim Platzen der Blase am "Neuen Markt" festgestellt. Schiffsinvestment, aktuell auf einem niedrigen Niveau, werden aktuell aber nur von wenigen Anlegern genutzt. Wer wartet, kauft teuer ein.

Die Deutschen Arbeiten in einer florierenden und exportstarken Wirtschaft (Prognose 2014: 3% weltwirtschaftswachstum / 1,8% Wachstum in Deutschland nach DIW), vertrauen darauf, Ihren Arbeitsplatz zu behalten und das Gehalt pünklich zu bekommen. Vielleicht ist es an der Zeit, dieses Vertrauen auch in den Investments zu sehen und aus dem Armenkeller Europas herauszukommen. Erinnern Sie sich noch an den bericht über die Vermögensverteilung in Europa 2013? Zur Erinnerung, der durchschnittliche Bürger eines Landes hat nach Auskunft der Europäischen Zentralbank in Euro:

Deutschland 51.000
Spanien 178.000
Italien 164.000
Frankreich 114.000

 

 

 

 

Es wird Zeit, etwas zu ändern! Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Autor: Andreas Coppes