Dienstag, 15.04.2014

Griechen verkaufen Ihre Anleihen mit großem Erfolg

Nach 4 Jahren konnte Griechenland wieder Anleihen für ca. 3 Mrd. Euro an Investoren verkaufen. 

Dabei musste der Staat für die 5 Jahre laufenden Papiere "nur" einen Zins von ca. 4,75% geben. Im Vergleich zur näheren Vergangenheit ein ordentliches Ergebnis. Damit ist der Zinssatz für Griechenland wesentlich niedriger als vor ihrem Beitritt zur Eurozone. Bereits Dienstag konnte das Land Anleihen im Wert von ca. 1,3 Milliarden Euro zu 6 Monaten Laufzeit bei ca 3,01% Zins am Markt platzieren. Für mich ein Zeichen, dass der Zinssatz mehr durch die Haftung Europas für Griechenland als durch die Griechischen Zahlen bestimmt sind. So würde ich auch die große Nachfrage erklären, die wohl um 20 Mrd. Euro betrug. Es ist aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung, dass Griechenland seine Finanzierungen wieder am Markt erhält und nicht durch europäische Mechanismen.

Piositiv ist in diesem Zusammenhang auch das Sinken der Arbeitslosenzahlen auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Auch wenn der Wert mit ca. 26,7% immer noch sehr hoch ist, beschreitet Griechenland auch hier den richtigen Weg, zumal die saisonabhängigen Tourismusarbeitsplätze hier noch nicht zugezählt werden. Damit dürfte die Arbeitslosenrate in den nächsten Monaten weiter sinken.

Es scheint, als zeigen die Veränderungen in Griechenland die gewünschte hin zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. Es wird interessant sein zu sehen, ob die Griechen den Weg weitergehen, zumal die Deutschen gerade vorbildhaft den entgegengesetzten Weg einschreiten.

Autor: Andreas Coppes