Mittwoch, 23.04.2014

Wie lange können deutsche Anleger noch in geschlossene Fonds investieren?

Viele Anleger werden jetzt wahrscheinlich sagen, dass es gut ist, wenn diese Anlageform verschwindet. Die Krise der letzten Jahre überstrahlt die Gewinne der letzten Jahrzehnte und die Presse ist ebenfalls negativ. Aber was würde es für den Anleger bedeuten?

Zuerst einmal muss festgehalten werden, dass die Krise der geschlossenen Fonds aus dem Verhalten der Banken mit Spekulationen im Bereich der CDO herrührt. Das Meiste, was wir heute erleben, ist eine Folge diesen Verhaltens. Die Aktien haben verloren und auch wenn die Indizes wieder hoch sind hat sich die Zusammensetzung der Indizes bzw. die Entwicklung einzelner Aktien sehr unterschiedlich entwickelt.

Weil die Staaten total überschuldet sind, wird offen eine höhere Inflation und niedrige Zinsen gefordert. Alle Sparer, die auf diese angeblich so "sichere" Anlageformen mit Zinszahlungen wie Anleihen oder Sparbücher setzten, werden also über die Inflation zu Gunsten des Staatshaushaltes der EU enteignet.

Fakt bleibt, nur in der Wirtschaft werden Werte geschaffen, die am Ende als Renditen für die Anleger bleiben. Ebenfalls Fakt ist, dass nicht jedes Investment funktioniert, Firmen in die Insolvenz gehen können. Darüber hinaus gibt es in jedem Markt Zyklen mit guten und schlechten Phasen. Wenn also, wie z.B. von der Deutschen Bank auf einer Veranstaltung der Handeskammer Hamburg am letzten Donnerstag vorgeschlagen, die privaten Anleger außen Vor gelassen werden, ist der Anleger der Leittragende. Auch die aktuelle Regulierungswut des Saates hilft dem Anleger wenig, wenn am Ende keine Investitionsmöglichkeiten übrig bleiben.

Wie fatal eine falsche Investitionsstrategie sein kann, wurde hier und in anderen Pressemitteilungen bereits häufiger dargestellt. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Investoren dafür eintreten, dass Ihnen zukünftig noch Investitionsmöglichkeiten bleiben. Sonst werden "die Reichen" immer reicher, weil diese die Möglichkeiten des Auslands nutzen und die "normalen" werden weiter verlieren. In England wird übrigens gerade ein Experiment gewagt, die Beteiligung privater Investoren über ein dem deutschen KG-Modell nachempfundenen Fonds.

Autor: Andreas Coppes