Donnerstag, 24.04.2014

Mehr Risioko-Kapital für Deutsche?

In einem Interview mit der Wirtschaftswoche erklärte die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Brigitte Zypries, die Vorstellungen über die zukünftige Finanzierung von Start-Up's. Zur Erinnerung, diese Firmen sind die Zukunft Deutschlands.

Beim Lesen des Interviews hatte ich nicht den Eindruck, dass die Regierung hier neue Wege gehen will. Auch scheinen die Ziele eher bescheiden. Im Bereich Internet soll es keine deutschen Microsofts, Facebooks oder Intels geben, es reichen ein paar Ergänzungen, natürlich hauptsächlich im Bereich Sicherheit.

Die Firmen sollen in 3 Monaten in den USA lernen, was wichtig ist, Netzwerke bilden und dann zurückkommen. Aber warum kann ich nicht in Deutschland lernen, was wichtig ist und warum soll ich zurückkommen, wenn Meine Kontakte doch in Übersee sind?

Der Rest ist Geschichte. Es wird von Steuererleichterungen und staatlichen Programmen gesprochen. Ein Etat von 25 Millionen Euro steht jährlich für den Erhalt Deutscher Zukunftsfähigkeit zur Verfügung. Hauptprogramm scheint die Finanzierung durch ausländische Investoren zu sein. Ob dieses ein Programm ist, mit dem Firmen in Deutschland gehalten werden?

Es ist traurig zu sehen, was alles in die Vergangenheit und den Sozialstaat investiert wird und wie wenig in die Zukunft. So scheint es weiter ein Abwandern moderner und zukunftsorientierter Unternehmen ins Ausland zu geben. Vom deutschen Steuerzahler geförderte Entwicklungen werden weiter von ausländischen Firmen aufgekauft und bringen dort Ertrag und Arbeit.

Ohne private Investoren wird meiner Meinung nach ein Wandel unmöglich sein. Die Ausländer, unsere Hoffnung, zeigen dieses. Aber wie soll dieses bei einer derart scshlechten Stimmung für Privatinvestitionen funktionieren. Es müssen, wie in der Vergangenheit, Risiken eingegangen werden, und diese wird uns keiner Abnehmen. So sind auch alle unsere Firmen, auf die wir so stolz sind, gegründet worden.

Autor: Andreas Coppes