Montag, 19.05.2014

China mit gutem Wachstum und Analysten wie immer unzufrieden

Sind Analysten wichtig oder nicht? Diese Frage stelle ich mir seit einiger Zeit immer häufiger. Warum? Erst erwarten Analysten etwas und dann hätten Sie es doch gern anders. Ein Beispiel?

Im letzten Jahr war die einhellige Meinung, Chinas Wirtschaft sollte um 7,5% wachsen und dieses wäre gut und gesund für die Wirtschft, keine Überhitzung. Als Das Wachstum dann knapp oberhalb von 7,5% lag, waren sich die Analysten einig, dass Chinas Wachstum zu gering ist und eine Krise droht. Da erinnerte ich mich an die Aussagen von 2005, als China mit mehr als 10% wuchs, was ebenfalls schlecht war.

Gehen wir in das Jahr 2014. Chinas Wachstum von 7,4% ist wieder enttäuschend, dabei wächst China seit Jahren und somit auch die Ausgangabasis des Wachstums. Analysten haben aber scheinbar mit einem höheren Werten gerechnet, ob als Grundlage von Zahlen oder anderen Interessen, bleibt mir verborgen.

Ein Wachstum von 7,4 % scheint der chinesischen Regierung, zumal wenn nachhaltig, wohl gesünder für die Weltwirtschaft und das Land als die Erwartungen von Analysten. Zumal ein wachstum der Einzelhandelsumsätzeim April um 11,9 % und er Industrieproduktion um 8,7 % sicher nicht schlecht sind. Und ich teile diese Meinung.

Vielleicht sehe ich die Angelegenheit aber auch zu negativ, denn einige Analysten sind jetzt der Meinung, dass das aktuelle Wachstum der Weltwirtschaft einen Großteil der bestellten Schiffstonnage amortiesieren wird. Meine Erwartung ist, dass die Analysten Recht behalten, die Schifffahrt weiter aus der Krise kommt und nur die Analysten am ende wieder enttäuscht sind.

Autor: Andreas Coppes