Mittwoch, 21.05.2014

KfW gibt Kredite an griechischen Mittelstand - und enteignet die Deutschen?

Weil die griechischen Banken keine Kredite vergeben, kommt das Geld jetzt aus Deutschland, von der KfW. Über soviel Unterstützung würden sich die deutsche Anleger, z.B. in Schiffsbeteiligungen, auch freuen.

Der griechische Mittelstand bekommt von den eigenen Banken kaum noch Kredite, und wenn nur zu hohen Zinsen. Hintergrund ist eine Ausfallrate der Kredite von ca. 30%! Darum will die KfW jetzt mit günstigeren Krediten aushelfen.

Über soviel Unterstützung würden sich deutsche Anleger auch freuen. Bei Ihnen geht die KfW aber eher den umgekehrten Weg. Statt bei den Unternehmen, denn das sind Beteiligungen, zu helfen, werden die Anleger zu Zahlungen und Zwangsversteigerungen gedrängt. Statt Umfinanzierungen oder Hilfen gibt es eher Druck.

Es ist sicher nicht verkehrt, den Griechen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Aber die KfW hat den Auftrag, der Deutschen Wirtschaft zu helfen, und dieses könnte Sie zur Zeit in der Schifffahrt. Darüber sollte die Regierung einmal nachdenken, zumal die Schifffahrtskrise ein Resultat der Bankenkrise ist, welche in Deutschland vor allem die Staatsbanken traf. Außerdem ist die Schifffahrt gerade für ein Exportland wie Deutschland sehr wichtig und die Steuereinnahmen tragen, auch und gerade in der Krise, zum aktuellen Höchststand der Steuereinnahmen wesentlich bei.

Autor: Andreas Coppes